Blutzuckerwerte Tabelle

Wozu eine Blutzuckerwerte Tabelle?

Die Blutzuckerwerte Tabelle soll es ermöglichen, seine gemessenen Blutzuckerwerte schnell und unkompliziert zu notieren und festzustellen, ob man in den Normwerten liegt. Generell ist es ja so, dass je nach Land die Ober- und Untergrenzen variieren.

Nichtsdestotrotz kann man sagen das wenn man im nüchternem Zustand 100 mg/dl und bis zu 140 mg/dl nach dem Essen hat, man sich keine Gedanken machen muss.

Ausschlaggebend ist dann wohl eher der HbA1c-Wert, welcher den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut der vergangenen 8-10 Wochen widerspiegelt.

Der HbA1c Wert ist der durchschnittliche Zuckergehalt im Blut der letzten 8-10 Wochen.

Der HbA1c Wert bei gesunden Mensch sollte 5 bis 6% betragen - ein gut eingestellter Diabetiker zwischen 6 und 7% und alles, was darüber geht, kann man schon als schlecht eingestellten Diabetiker bezeichnen.

Vor allem aber spielen hier viele Faktoren eine Rolle und somit lässt sich hier diese Prozentangabe nicht zu 100% bestätigen.

Denn je nach Alter und persönlicher Verfassung kann es hier zu gravierenden Unterschieden kommen wobei auch für einen 70 jährigen ein HbA1c von 10 nicht die erste Wahl sein sollte.

Die Blutzuckerwerte Tabelle

HbA1c mmol/l > mg/dl mg/dl > mmol/l
4.0% 2 ~ 36 40 ~ 2.2
4.5% 3 ~ 54 50 ~ 2.8
5.0% 4 ~ 72 60 ~ 3.3
5.5% 5 ~ 90 70 ~ 3.9
6.0% 6 ~ 108 80 ~ 4.4
6.5% 7 ~ 126 90 ~ 5.0
7.0% 8 ~ 144 100 ~ 5.6
7.5% 9 ~ 162 120 ~ 6.7
8.0% 10 ~ 180 140 ~ 7.8
8.5% 11 ~ 198 160 ~ 8.9
9.0% 12 ~ 218 180 ~ 10.0
9.5% 13 ~ 234 200 ~ 11.1
10.0% 14 ~ 252 220 ~ 12.2
10.5% 15 ~ 273 240 ~ 13.3
11.0% 16 ~ 288 260 ~ 14.4
12.0% 17 ~ 306 280 ~ 15.5
13.0% 18 ~ 324 300 ~ 16.7
14.0% 19 ~ 342 350 ~ 19.4
15.0% 20 ~ 364 400 ~ 22.2
16.0% 25 ~ 450 450 ~ 25.0

​Risiko senken!

Um seine Blutzuckerwerte aber nun in den Griff zu bekommen, ist es wichtig sich mit der Blutzuckerwerte Tabelle täglich zu beschäftigen.

Wenn man als Diabetiker die Größenordnung +8 erreicht, sollte man sich sofort im Krankenhaus bzw. bei seinem Internisten neu einstellen zu lassen.

Denn eine Senkung des HbA1c-Wertes um -1% senkt auch drastisch die Folgeerkrankungen und deren Risiken. Je -1% gesenktem HbA1c werden die folgenden Risiken gesenkt.

-21 %
Todesfälle
-37 %
Nierenerkrankungen und Blindheit
-14 %
Herzinfarkte
-43 %
Gefäßerkrankungen Amputationen
-12 %
Schlaganfälle

Wie man aus dieser kurzen Übersicht sieht, lohnt es sich auf alle Fälle die Blutzuckerwerte Tabelle zu verwenden und täglich einzusetzen.

Allerdings sollte man bei höheren Werten nicht einfach so drauflos probieren und versuchen alles in den Griff zu bekommen, sondern wirklich ärztliche Hilfe aufsuchen.

Dadurch kann man eine Hypoglykämie bzw. eine Ketoazidose verhindert werden.

Diabetes Mellitus verstehen


Diabetes Mellitus ist eine der häufigsten Erkrankungen der Neuzeit. Aber was ist Diabetes eigentlich? Umgangssprachlich als Zuckerkrankheit bezeichnet, bedeutet sie aus dem lateinischen übersetzt soviel wie "honigsüßer Ausfluss" oder auch "honigsüßer Urin".

Diese Bezeichnung hat durchaus ihre Berechtigung, denn Diabetes entsteht, wenn die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse zu wenig -oder sogar gar kein- Insulin mehr erzeugen und dadurch die mit der Nahrung aufgenommene Glukose direkt in den Körperkreislauf gelangt ohne verarbeitet zu werden.


Was ist Insulin?


Insulin ist ein körpereigenes Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es hat die Aufgabe, die im Blut gelöste Glukose in die Zellen weiter zu leiten und damit den Blutzuckerspiegel und Energiehaushalt des Körpers zu regulieren.


Fällt nun dieses Hormon durch die Funktionseinschränkung der Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse teilweise oder sogar ganz aus, entsteht eine Störung im Glukosehaushalt. Der Körper ist nun nicht mehr in der Lage, selbstständig einen gesunden Zuckerspiegel zu erhalten, was zu einer signifikanten Überkonzentration von Glukose im Organismus führt.


Kommt es nun soweit, unterscheidet man in der Medizin zwischen den Diabetes Typen I und II.


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Diabetes Typ 1

Bei diesem Diabetes-Typ handelt es sich um eine Autoimmunreaktion des Körpers, bei der sich dieser aus unbekannten Gründen gegen die eigenen insulinproduzierenden Zellen richtet und diese vollständig zerstört. Infolge dessen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer absoluten Überkonzentration von Glukose im Blut, da nun kein Botenstoff mehr vorhanden ist um es in die Zellen zu befördern.

​In fast allen Fällen, tritt der Typ I deutlich vor dem 40. Lebensjahr auf und wird aus diesem Grund auch als "juvenile Diabetes" oder auch als "Kinder- und Jugenddiabetes" bezeichnet.

Derzeit suchen Forscher nach den Auslösern der Erkrankung. Es wird vermutet, dass sich dieser Typ des Diabetes bereits im Säuglingsalter manifestiert, während sich das Immunsystem ausbildet.

​Welche Faktoren und Umwelteinflüsse genau dazu führen, dass dieses sich gegen seine eigenen Zellen richtet, konnte leider noch nicht festgestellt werden, man vermutet allerdings unter anderem einen direkten Zusammenhang mit Vitamin D-Mangel bei Neugeborenen.

​Auffällig ist außerdem eine erbliche Häufung, so dass eine genetische Disposition vermutet werden kann.

​Da das Hormon Insulin auch für die Regulierung der Körperfettreserven zuständig ist, kommt es bei Typ I Diabetikern häufig erst einmal zur Gewichtsabnahme, da der zuständige Botenstoff nun vollständig fehlt und vorhandene Fettreserven angegriffen und abgebaut werden.

Welche Symptome weisen auf Typ 1 Diabetes hin?

Da die Glukosewerte im Blut durch Typ I Diabetes dauerhaft erhöht sind, wird es relativ schnell zu typischen Symptomen kommen. Leider können viele der meist sehr jungen Patienten diese oft nicht sofort einordnen oder ignorieren sie vollständig.

Auch Eltern messen den körperlichen Auffälligkeiten ihres Kindes häufig nicht die entsprechende Aufmerksamkeit bei und vermuten gerade im Teenageralter eher Pubertätserscheinungen als eine Autoimmunerkrankung.

Bleiben diese Symptome längere Zeit unbeachtet, besteht sogar die Gefahr, dass der Blutzuckerspiegel so weit ansteigt, dass es zu einem so genannten "diabetischem Koma" kommt.

Stellt man bei sich selbst jedoch Antriebslosigkeit, erhöhten Harndrang und starkes Durstgefühl sowie häufig auftretende Übelkeit und Kreislaufstörungen wie Schwindel und starken Kopfschmerz fest, sollte man einen Arzt aufsuchen und einen Diabetestest veranlassen.

Der Patient verliert hier auf Grund der Überkonzentration das Bewusstsein und muss sofort in notärztliche Behandlung übergeben werden.

Ernährung bei Typ 1 Diabetes

Infolge der Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen, muss der lebenswichtige Botenstoff nun von Außen zugeführt werden. Dazu werden die täglich aufgenommenen Kohlehydrate, aus denen der Körper seine Glukose gewinnt, an die entsprechende Insulinmenge angepasst.

Das Insulin kann in verschiedenen Darreichungsformen zugeführt werden, zum Beispiel durch selbstständiges Spritzen, Tabletten oder auch durch eine Insulinpumpe, die dauerhaft am Körper getragen wird.

Damit der Blutzuckerspiegel optimal eingestellt werden kann, muss der Anteil von Kohlehydraten in der aufgenommenen Nahrung berechnet werden. Seit einigen Jahren, müssen auf allen Nahrungsmitteln die für Diabetiker wichtigen Kohlenhydratanteile aufgedruckt sein.

In die Berechnung der notwendigen Insulinzufuhr, fließen ausschließlich jene Nahrungsmittel ein, die Kohlehydrate enthalten.

Produkte wie Wurst, Käse oder Fleisch müssen nicht berechnet werden. Allerdings sollten Betroffene auf eine ausgewogene Kost achten, die nicht zu fleischhaltig ist, da erhöhter Fleischgenuss schnell zu Gewichtszunahme führt, die bei Diabetes nicht erwünscht ist.

Der Verzehr von Obst und Gemüse sowie Salaten wird empfohlen. Auch die bis vor einigen Jahren verschriehenen Obstsorten wie Bananen oder Weintrauben dürfen nach neuen Erkenntnissen verzehrt werden.

Allerdings gilt hier wie so häufig für Diabetiker: in Maßen statt in Massen. Eine Hand voll Weintrauben oder eine kleine Banane sind allerdings erlaubt.

Leider ist Diabetes Typ I bis heute nicht heilbar, so dass Patienten lebenslang an die Krankheit gebunden sind, mit der richtigen Ernährung und einer auf die persönlichen Umstände abgestimmten Therapie, ist es Heute jedoch möglich, ein ganz normales, barrierefreies Leben zu führen.

Sonderfall LADA-Diabetes

LADA (Latent autoimmune diabetes with onset in adults) ist eine Sonderform des Typ I Diabetes. Im Gegensatz zum typischen Verlauf, tritt diese Form erst nach dem 30. Lebensjahr und unter schleichender Symptomentwicklung auf.

Oft wird sie aus diesem Grund für eine Typ II Diabetes gehalten, jedoch hat sie identische Ursachen und Verlaufsstrukturen wie die des Typ I und muss diesem dementsprechend auch zugeordnet werden.

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Diabetes Typ II

Diabetes Mellitus Typ II ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, die häufig durch genetische Disposition oder ungesunden Lebenswandel verursacht wird.

Im Gegensatz zum Typ I Diabetes entwickelt sich hier kein vordergründiger Insulinmangel, sondern vielmehr eine Resistenz des Körpers gegen sein eigenes Hormon (Insulin).

Im Verlauf der Erkrankung spricht der Organismus immer weniger auf das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin an, bis er letztendlich vollständig dagegen immunisiert wird.

Wie bei der Typ I Diabetes kann nun keine Glukose mehr in die Zellen geleitet werden. wodurch eine Überkonzentration des Blutzuckers entsteht. Das im Körper ungenutzt verbliebene Insulin lagert sich oft in Form von Fettzellen an und führt zu einer zusätzlichen Gewichtszunahme.

Typ II Diabetes wird im Volksmund häufig als "Altersdiabetes" bezeichnet, da der Großteil der Erkrankten in der zweiten Lebenshälfte angesiedelt ist.

Da diese Form jedoch eine typische "Wohlstandserkrankung" ist, die außer durch genetische Einflüsse vor allem durch Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung verursacht wird, sind gerade in den Industrieländern auch immer häufiger junge Menschen und sogar Kinder betroffen, so dass diese Bezeichnung nicht mehr aktuell ist.

Symptome Diabetes Typ 2

  • Häufiger Harndrang
  • vermehrtes Durstgefühl
  • Wundheilungsstörung
  • plötzliches Schwächegefühl
  • Anfälligkeit für Infektionskrankheiten
  • Pilzerkrankungen wie Fuß- oder Scheidenpilz
  • Trockene Haut mit häufigem Juckreiz

Da die Symptome des Typ II Diabetes meist schleichend auftreten oder als ungefährlich erachtet werden, bleibt die Erkrankung meist für längere Zeit unentdeckt. Treten ein oder mehrere dieser Symptome auf, sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.

Geschieht dies nicht, kann es zu erheblichen Komplikationen kommen, da der dauerhaft erhöhte Glukosespiegel zur Schädigung von Organen, Nerven und Blutgefäßen führen kann.

Aus dieser Schädigung resultieren im schlimmsten Fall Herzinfarkte und Schlaganfälle aber auch Depressionen, Schädigungen des Sehnervs, Niereninsuffiziens (eingeschränkte Nierenfunktion bis hin zum Versagen des Organs) oder dem so genannten "Diabetikerfuß" der bis zur Amputation des betroffenen Fußes führen kann.

Ernährung bei Diabetes Typ II

Die Ernährung spielt im Leben eines Typ II Diabetikers eine wichtige Rolle. Man sollte stets darauf achten, eine gesunde Kost einzuhalten, die es ermöglicht das Normalgewicht zu halten oder bei Übergewicht abzunehmen.

Verzichtet werden sollte auf schnell verwertbare Kohlehydrate (Plätzchen, Softdrinks, Süßigkeiten), da die den Glukosespiegel rasend schnell erhöhen. Wie bei der Typ I Diabetes muss genau auf die Menge der aufgenommenen Kohlehydrate geachtet werden, da diese mit der von medikamentös zugeführten Insulinmenge abgestimmt werden muss.

Die aufgenommene Nahrung sollte in jedem Fall fettarm sein. Auf das Braten mit tierischen Fetten, Alkoholgenuss und ölige Speisen sollte wenn möglich verzichtet werden. Empfohlen sind Nahrungsmittel mit solchen Kohlehydraten, die nur langsam vom Organismus verarbeitet werden.

Solche sind beispielsweise Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen) und Vollkornprodukte (auch Vollkornnudeln) sowie einige Gemüsesorten. Diese Grundsätze gelten natürlich auch, wenn die Mahlzeiten häufig nicht Zuhause eingenommen werden.

Des weiteren wird empfohlen, täglich mindestens 1,5-2 Liter (möglichst zuckerfreie) Flüssigkeit zu sich zu nehmen und die tägliche Nahrungsaufnahme auf 4-6 Mahlzeiten (Zwischenmahlzeiten wie 2. Frühstück einkalkulieren) zu verteilen.

Gemeinsam mit diesen Hinweisen, ausreichend Bewegung und der passenden Therapie kann man auch mit Typ II Diabetes ein ganz normales Leben führen.

Blutzucker richtig messen/ was heißt "nüchtern messen" ?

Wichtigster Bestandteil im Umgang mit Diabetes ist die Kontrolle des Blutzuckerspiegel.

Aber wie funktioniert es eigentlich richtig?

Dank moderner Messgeräte ist das eigentlich kein Problem mehr. Trotzdem gibt es einige Faktoren, die das Messergebnis verfälschen können.

Unbedingt muss darauf geachtet werden, dass die elektronischen Messstreifen, die in das Gerät geschoben werden, vollkommen unbeschädigt sind. Sie sollten in einer sicheren Verpackung (am besten natürlich in der Originalverpackung) aufbewahrt und keinesfalls einfach lose - z.B. in der Handtasche- transportiert werden.

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Beim Messvorgang selbst müssen zuerst die Hände gründlich gewaschen oder besser noch desinfiziert werden, um Schmutz- und Nahrungsreste zu entfernen und Infektionen zu vermeiden. Hierzu sollte ein geeignetes Desinfektionsspray verwendet werden - Arzt und Apotheker haben hier Erfahrungen welche Hersteller besonders geeignet sind und können eine kompetente Beratung garantieren.

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Sind die Hände gesäubert, wird die Lanzette (die Nadel für die Stechhilfe) in die Stechhilfe eingesetzt. Dazu entfernt man vorsichtig die Schutzkappe und setzt die Lanzette nun nach Anleitung ein. Empfohlen ist, nach jedem Messvorgang eine neue Nadel zu verwenden, da diese mit jeder Benutzung abstumpfen und ein Infektionsrisiko durch den dauerhaften Wechsel vermieden wird.

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Nun kann der Teststreifen in das Messgerät geschoben werden. Wird dieser korrekt vom Messgerät erkannt (meist passiert das automatisch, ältere Geräte müssen durch einen Knopfdruck aktiviert werden), kann die Stechhilfe seitlich am Finger angesetzt und ausgelöst werden.

Das seitliche Ansetzten ist ratsam, da hier die Schmerzempfindlichkeit nicht so groß ist. Die Stechhilfe sollte übrigens immer so eingestellt werden, dass gerade die ausreichende Menge Blut austritt. Eine zu geringe Einstellung führt dazu, dass mehrmals gestochen werden muss, eine zu kräftige Einstellung verursacht dagegen unnötige Schmerzen und eine zu große Blutmenge. Empfohlen wird eine mittlere Stärke zu wählen und diese dann nach Bedarf zu regulieren.

Sollte es nötig sein, kann durch vorsichtiges Zusammendrücken der Einstichstelle der entstandene Bluttropfen etwas vergrößert werden.


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Nach dem Stechvorgang wir der Finger vorsichtig an den Teststreifen gehalten, so dass dieser das Blut aufnehmen kann. Befindet sich genug Blut auf dem Streifen, beginnt das Gerät mit der Messung (moderne Geräte benötigen nur kleinste Blutmengen).


Das Messergebnis sollte nun aufgeschrieben werden.


Sollte das Ergebnis seltsam erscheinen, kann die Messung nach einigen Minuten und erneutem, gründlichem Desinfizieren wiederholt werden.

Die Hautpflege wird von vielen Diabetikern vergessen, gehört aber ebenso zum korrekten Messvorgang. Da die Haut durch das häufige Stechen sehr beansprucht wird, sollte sie täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme gepflegt werden. Neigt der Patient zu verstärkter Hornhautbildung, kann diese vorsichtig mit einem Bimsstein entfernt werden.

Die Normwerte der Blutzuckermessung sollte jeder Betroffene gut verinnerlichen. Meist müssen Patienten die erste Messung des Tages nüchtern (8-10 Stunden ohne Nahrung) absolvieren.

Die meisten Geräte auf dem deutschen Markt zeigen die Einheit mmol/l, also Millimol je Liter. Hier sollte der Wert bei einem gesunden, nüchternen Menschen unter 5,6 mmol/l liegen und nach dem Frühstück auf ca. 7,8 mmol/l ansteigen.

Diabetes liegt dann vor, wenn der nüchterne Wert über 7,0 mmol/l oder zu einem späteren Zeitpunkt über 11,1 mmol/l liegt.

Ist der Wert zwischen 5,6 und 6,9 mmol/l angesiedelt, kann das auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko hinweisen.

Genau hier hilft die Blutzuckerwerte Tabelle​!

Blutzucker messen "ohne Stechen"

Seit Oktober 2014 gibt es die Möglichkeit des Flash Glucose Monitoring. Dieses Gerät ermöglicht es, den Glukosewert über ein auf der Haut befestigtes Pad zu scannen und dabei außerdem die Glukosewerte der letzten Stunden zuverlässig anzuzeigen.

Die Messung selbst passiert durch einen Sensor der in der in der Unterhaut des Oberarms sitzt - ähnlich wie bei Verhütungsimplantaten - und auf der Haut mit einem kleinen Pflasterpad verbunden wird.

Dieser wird nach ca. 2 Wochen ausgetauscht.

Leider ist dieses System nicht durch die Krankenkassen finanzierbar, so dass der Patient -in Absprach mit dem Facharzt- die Kosten selbst tragen muss. Ein Lesegerät mit 2 Sensorenpads (jeweils 14 Tage einsetzbar) kostet ca. 170EUR, jeder weitere Sensor verursacht Kosten von 60EUR bzw. 55EUR im Jahresabo.

Blutzuckermessgerät und Diabetes Tagebuch

Blutzuckermessgeräte gelten nach deutschem Gesetz als medizinisches Hilfsmittel, was bedeutet, dass jedem Patienten der ein solches Gerät benötigt, dieses auch zusteht und von der Krankenkasse bezuschusst werden muss. Patienten mit sozial schwachem Hintergrund wird in den meisten Fällen ein Gerät gestellt. Die Benötigten Teststreifen fallen allerdings nicht unter den Hilfsmittelparagraphen, so dass deren Bezuschussung der Gesetzgebung der einzelnen Bundesländer und dem Schweregrad der Diabeteserkrankung/Insulinpflicht unterliegt.

Wie arbeitet ein solches Messgerät?
Die meisten Messgeräte führen die Messung mit dem Blut der Kapillaren - also des Blutes in Finger - oder Zehenspitzen- durch. Einige neue Geräte ermöglichen aber auch alternative Abnahmestellen wie Armbeuge oder Handrücken. Hier wird jedoch immer wieder auf mögliche Messungenauigkeiten hingewiesen.
Früher bestimmten die Geräte den Zuckergehalt photometrisch - also mittels Licht. Dazu mussten Bluttropfen auf den Teststreifen gegeben werden und wurden dann im Gerät von einer Lichtschranke durchleuchtet. Da Glukose einen ganz bestimmten Lichtabsorptionswert aufweist, konnte nun anhand dessen der Blutzuckergehalt nachgewiesen werden.
Neuere Geräte führen eine amperometrischen Messung durch, bei der das Blut über den Teststreifen zu einem Messfeld im inneren des Gerätes weitergeleitet wird . Hier sind mit Glukose reagierende Enzyme eingelagert, die gemeinsam mit der Glukose den Kontakt zu den dort platzierten Elektroden schließen. Das Gerät kann nun den Spannungsverlauf im Blut über eine bestimmte Zeitperiode messen und so den Glukosegehalt ermitteln.

Diabetes Tagebuch
In das Diabetes Tagebuch können Patienten ihre bei den Messungen erhaltenen Werte schriftlich festhalten. Dieser Schritt hilft ihnen, ihren Stoffwechsel besser überblicken zu können und Warnsignale des Körpers schneller zu registrieren. Außerdem werden bei insulinpflichtigen Patienten die selbst gespritzten Mengen des Medikamentes festgehalten. Häufig existieren zusätzliche Spalten um Gewicht, Blutdruck und Krankheitssymptome bzw. Spontanmedikationen einzutragen. Besondere Vorkommnisse wie Unterzuckerungen werden ebenfalls vermerkt. Das Tagebuch hilft jedoch nicht nur den Betroffenen den Überblick zu behalten, auch Haus- und Fachärzte können anhand dieser Aufzeichnungen ihre Behandlungen besser planen, den Erfolg bereits getätigter Verordnungen im Zusammenhang mit der Diabetes verfolgen oder wenn nötig eine Therapieumstellung erwägen.

HbA1c Wert und Umrechnung

Der HbA1c Wert wird oft auch als Langzeitzuckerwert bezeichnet. Er ermöglicht es Ärzten, die Einstellungsqualität des Glukosewertes im Rückblick auf die letzten 8-12 Wochen zu bewerten.
Was bedeutet die Abkürzung HbA1c?
Hb steht für den Blutbestandteil Hämoglobin, also die roten Blutkörperchen. Sie sind vor allem für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich und versorgen so alle Organe mit dem lebenswichtigen Gas. HbA1c bedeutet nun, dass sich an das rote Blutkörperchen ein Glukosemollekül angelagert hat.
Mit der Messung des Wertes kann also ermittelt werden, wie viel Glukose während der Lebenszeit der untersuchten roten Blutkörperchen im Körper vorhanden war. Je höher die Glukosekonzentration war - bzw. je öfter es zu einer Überzuckerung kam- desto höher ist der HbA1c. Ein guter Wert heißt allerdings nicht in jedem Fall, dass es zu keinen Überzuckerwerten kam. Wechseln sich Über- und Unterzuckerung regelmäßig ab, entsteht trotzdem ein normaler Mittelwert. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, Unterzuckerungen in das Diabetiker Tagebuch einzutragen.

Der Normwert des HbA1c liegt bei einem gesunden Erwachsenen bei etwa 30 mmol/mol. Das entspricht etwa 5 Prozent der gesamten Hämoglobinzahl ( alle Werte zwischen 4 und 6 Prozent gelten als normal) und bedeutet also, dass 5 Prozent der roten Blutkörperchen ein Zuckermollekühl angelagert haben.
Wie hoch der Maximalwert für Diabetiker sein darf, ist nicht direkt pauschalisierbar. In den meisten Fällen legt der bahandelnde Arzt die Grenze individuell fest, indem er mögliche Nebenerkrankungen und die Lebensumstände des entsprechenden Patienten berücksichtigt.
Empfohlen werden für Typ I Diabetiker allerdings 58 mmol/mol, also 7,5 Prozent, und für Typ II-Diabetiker Werte zwischen 48 und 58 mmol/mol (6,5-7,5%).
Um die Umrechnung zu erleichtern, können Patienten auf eine Umrechnungstabelle für den HbA1c zurückgreifen. Hier können die durchschnittlichen Blutzuckermessergebnisse und die dazugehörigen HbA1c-Werte ganz einfach abgelesen werden. Allerdings gilt diese Tabelle nur als grobe Richtlinie, da einmal erhöhte Werte (z.B. nach dem Essen) im Gesamtbild anders auftreten als in der Einzelbetrachtung.
Die Tabelle ist in den meisten Diabetikertagebüchern und in entsprechenden Ratgebern abgedruckt oder kann ganz einfach online abgerufen werden.

Niedriger Blutzucker, Normwerte und Zuckerwerte senken

Der Normwert eines gesunden Menschen liegt bei einer Messung im nüchternen Zustand bei etwa 5,6 mmol/l. Nach der Nahrungsaufnahme darf dieser dann ca. 7,8 mmol/l ansteigen. Diabetes liegt dann vor, wenn der nüchterne Wert über 7,0 mmol/l oder zu einem späteren Zeitpunkt über 11,1 mmol/l liegt. Ist der Wert zwischen 5,6 und 6,9 mmol/l angesiedelt, kann das auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko hinweisen.

Sinkt der Blutzucker zu weit ab ( z.B. durch das Spritzen von zu viel Insulin, Überanstrengung oder zu geringe Nahrungsaufnahme), sprechen wir von einer Hypoglykämie oder zu deutsch Unterzuckerung.
Niedrige Blutzuckerwerte und Unterzuckerungen machen sich durch plötzliches Schwächegefühl, Schwindel, innere Unruhe, Reizbarkeit, kalte Schweißausbrüche, Hautblässe, Herzrasen und Blutdruckanstieg bemerkbar. Heißhunger, aber auch Übelkeit und Erbrechen sind ebenfalls möglich.
Sollte dieser Zustand eintreten, muss dem Körper schnellstmöglich Glukose zugeführt werden. Hierzu eignet sich am besten Traubenzucker, den Diabetiker immer in Form von Traubenzuckerbonbons (erhältlich in der Apotheke oder in einigen Supermärkten) bei sich haben sollten. Auch schnell verwertbare Kohlehydrate, wie sie in Keksen, Cola oder Bananen zu finden sind, eignen sich gut um den Glukosespiegel wieder zu normalisieren.
Geschieht dies nicht, kommt es zur Verschlechterung der Symptome. Außerdem können nun starke Kopfschmerzen, Desorientiertheit, starke Müdigkeit, Sprachstörungen und Missempfindungen bis hin zu Lähmungen und sogar Bewusstlosigkeit auftreten. In diesem Zustand muss sofort ein Arzt verständigt werden. Dieser wird wahrscheinlich intravenös Glukose zuführen und den Patienten über einige Zeit stationär überwachen.

Das Gegenstück zur Hypoglykämie ist die Hyperglykämie, also die Überzuckerung. Symptome hierfür sind extreme Mundtrockenheit, Müdigkeit, akute Verschlechterung des Sehvermögens, unstillbares Durstgefühl, starker Juckreiz, Benommenheit, Verwirrtheit und Schwindel beim Aufstehen oder anderen körperlichen Anstrengungen. In diesem Fall ist es notwendig den Blutzuckerspiegel schnell zu senken. Dies gelingt ausschließlich durch Insulingabe. Spritzt der betreffende Patient also nicht selbst, muss ein Arzt gerufen werden, der diese Therapie durchführen kann. Auf "alte Hausmittel", wie etwa die Einnahme von starkem Alkohol, sollte in jedem Fall verzichtet werden, da die Auswirkungen auf den Körper und die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht absehbar sind.
Bleiben die Symptome unbehandelt, kann es auch bei der Hyperglykämie zum Bewusstseinsverlust kommen. Dieser Zustand wird als diabetisches Koma oder hyperglykämischer Schock bezeichnet und bedarf ebenfalls einer sofortigen notärztlichen Behandlung. Charakteristisch für diesen Zustand ist übrigens ein starker Methangeruch der vom Patienten (vor allem von seiner Atmung) ausgeht und etwa mit dem Geruch zu vergleichen ist, der von faulendem Obst ausgeht (auch hier herrscht eine Glukoseüberkonzentration). Der behandelnde Arzt wird hier die nötige Insulinmenge zuführen und auch diesen Patienten stationär aufnehmen.

​Hypoglykämie

Bei der Hypoglykämie spricht man von einem Unterzucker, der je nach Mensch und Verfassung bemerkbar ist. Die meisten Personen merken es, indem ihr Puls steigt, das Herz zu rasen beginnt und Sie eine Heißhunger Attacke bekommen.

Hierbei ist es für den Diabetiker essenziell wichtig sofort einen Traubenzucker bzw. etwas anderes süßes parat zu haben, um den Blutzuckerspiegel wieder in normale Bahnen zu lenken.
Durch einen zu niedrigen Blutzucker kann es auch zu einer Bewusstlosigkeit kommen.

Sollte das passieren, gibt es hierfür eine eigene Spritze – vor allem sehr sehr wichtig für Typ 1 Diabetiker. Diese enthält kein Insulin, sondern sorgt dafür, dass die Leber sofort den ganzen Zucker ausschüttet.

Nachdem man wieder sein Bewusstsein erlangt hat, ist es sehr wichtig sofort etwas zu essen, um den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben.


Ketoazidose​

Die Ketoazidose ist genau das Gegenteil. Hierbei ist der Zuckerspiegel über längere Zeit extrem hoch und führt zu einer Übersäuerung des Körpers. Dies ist unter anderem auch bemerkbar das der Atem nach Aceton richt.

Hierbei ist es unglaublich wichtig sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen, denn es kann zu Atemlähmungen und schlussendlich auch zum Tod führen!

Dies kann mit der täglichen bzw. regelmäßigen Kontrolle mit der Blutzuckerwerte Tabelle verhindert werden.


Broteinheiten berechnen

Aufgrund verschiedener Diabetiker gibts es natürlich auch verschiedene Insulin Therapien. Dabei gibt es z.B Langzeit Insuline, Kurz Wirksame Insuline auch als Mahlzeiten Insulin bekannt.
Der Diabetiker mit spezieller Insulintherapie auch intensivierte Therapie genannt muss die zusichnehmenden Kohlenhydrate und das zu verabreichenede Insulin genau aufeinander abstimmen.

Dafür ist eine Berechnung der Mengen der Kohlenhydrate am besten geeignet.

Zu aller erst stellt sich natürlich die Frage welche Lebensmittel enthalten Kohlenhydrate und wie berechne ich diese.
Um die Berechnung zu vereinfachen gibt es die sogenannte BE auch Broteinheit genannt.

1 BE entspricht 12g Kohlenhydrate die der Körper verwerten kann.

Lebensmittel mit Kohlenhydraten:

Hauptsächlich unterscheidet man zwischen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln

1. Tierische Lebensmittel

Hierbei gilt der Satz das alle flüssigen Milchprodukte Kohlenhydrate enthalten.

Als Beispiel wäre z.B

  • Milch
  • Joghurt
  • Molke
  • Buttermilch
  • usw.

2. Pflanzliche Lebensmittel

Hierbei gibt es keinen wirklichen Grundsatz. Denn z.B ist Mehl ein Kohlenhydrat welches man abet natürlich nicht in Roher Form zu sich nimmt. Wenn dann ist es z.B im Brot enthalten oder Nudeln, Soßen usw. Deshalb ist diese Liste wesentlich größer als die der tierischen Lebensmittel.

  • Mehle alle Art
  • Stärke, Grieß
  • Backwaren wie Brot, Semmel usw.
  • Beilagen wie Kartoffeln, Pommes, Reis, Nudeln und viele weitere
  • Obst & Fruchtsäfte – In manchen fällen auch Gemüsesäfte aus Supermärkten
  • Honig, Marmelade, Süßigkeiten und natürlich Zucker selbst
  • Maroni, Pistazien, Cashewnüsse usw.

Diese Liste könnte man ins unendliche weiterführen, diese sollte aber als general Überblick genügen.

Jetzt möchte ich noch kurz ein paar Beispiele aufzeigen was wie viele Kohlenhydrate beinhaltet. Dafür gibt es eigene Listen die auch hier unter http://blutzuckerwertetabelle.de/ vorzufinden sind.

Beispiele für Kohlenhydrate in Nahrungsmitteln:

#Produkt in GrammKohlenhydrate in GrammBroteinheiten
25g Schwarzbrot12g1 BE
20g Semmel12g1 BE
150g Orange12g1 BE
50g Suppennudeln (gekocht)12g1 BE

Natürlich gibt es teilweise auch ausnahmen bzw. hat nicht jedes Produkt Kohlenhydrate

z.B Fleisch, Schinken, Fisch, Käse, Butter haben keine Kohlenhydrate. Allerdings zu beachten dass ein hoher Fettgehalt ebenfalls schädlich ist und den
Blutzucker erhöhen kann.

Des weiteren kann man die folgenden Lebensmittel getrost in rauen mengen verzehren.
Gemüse, Hülsenfrüchte, Salate, Kräuter, Öle, Nüsse, Süßstoffe.

Wobei natürlich hier auch aufzupassen ist da z.B Meiskörner oder Zwiebel aus dem Glas auch Kohlenhydrate haben durch die Verarbeitung.

Vor allem aber wie Paracelsus schon sagte. „Die Dosis macht das Gift“
Also alles immer in einem Rahmen genießen.

Vor allem ist es wichtig wenn man Diabetes hat eine Blutzuckerwerte Tabelle zu führen da diese es einem ermöglich für sich selbst und Ärzte einen Weg zu finden der für Sie passt und ihnen hilft
Gesund und Fit zu bleiben.